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Deutschland demonstriert gegen Atomkraft

Nach den Reaktorunfällen in Japan haben sich seit März 2011 auch die Menschen in Deutschland wieder lautstark gemeldet und fordern heftiger als je zuvor den Ausstieg aus der Atomenergie. Auf den ersten Blick ist das nichts Besonderes, Atomkraftgegner hat es doch schon immer gegeben. Ja das stimmt, aber nicht in so einer breiten Masse aus den verschiedensten Bevölkerungsschichten.

Der Protest wächst


Seit der Katastrophe hat es Hunderte von Demonstrationen gegeben und selbst in der noch so kleinsten Stadt haben sich die Atomkraftgegner versammelt. Die Ablehnung gegenüber der Atomkraft ist längst nicht mehr ein Kampf zwischen ein paar wenigen Interessengruppen, sondern vielmehr wächst der Unmut in der gesamten Bevölkerung. Wo früher die oft belächelten „Ökos“ mit langen Haaren, Filztaschen und Schlabberhosen standen, da steht heute der schick gekleidete Nachbar von nebenan. Egal ob Beamte, Ärzte, Arbeiter oder Rentner, die Ablehnung gegenüber der Atomkraft steigt weiter an und die Zahl der aktiven Demonstranten nimmt ebenfalls zu. Mit dem wachsenden Druck auf die Politik und auf die Energiekonzerne stellt sich die Frage, wie lange diese den Druck noch aushalten. Nach den schweren Reaktorunfällen in Asien wollen zwar jetzt alle der etablierten politischen Parteien, dass Deutschland aus der Atomkraft aussteigt, aber wann dies geschehen soll ist mehr als unklar.

Wo kommt die Energie der Zukunft her?


Ständig werfen Politiker und Experten immer neue Zahlen in den Raum, wann denn ein kompletter Atomausstieg eventuell möglich ist - einen echten Plan haben sie aber nicht. Wenn Deutschland wirklich aus der Atomkraft aussteigen soll, bedarf es eines geeigneten Konzeptes, das besagt, wo und wie unser Strom in Zukunft zu produzieren ist.

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